Originelle Verkaufsförderung: Unternehmen müssen sich von der Masse abheben

In Zeiten einer krisenhaften Wirtschaft wird der Kampf um den Kunden immer härter. Die Kaufkraft der Deutschen sinkt seit einigen Jahren. Das Internet ist mit Online-Shops und Auktionshäusern zu einem harten Konkurrenten für den stationären Handel geworden. Kurzum, immer mehr Anbieter konkurrieren um immer weniger Geld, das den Kunden zum freien Konsum zur Verfügung steht. Die aggressiven Werbemaßnahmen großer Handelsunternehmen machen klar: Der Schlüssel zur Kundenbindung und –neugewinnung liegt in der Verkaufsförderung am Point of Sale.

Verkaufsförderung wird klassischerweise in Draufgabe, Rabatte und einmalige Sonderaktionen unterschieden. Alle diese Maßnahmen haben Vor- und Nachteile. Draufgaben sind für den Kunden angenehm, der das Gefühl hat, unmittelbar etwas gespart zu haben. Wichtig ist indes, dass der Zusatzartikel in einem Zusammenhang mit dem gekauften Produkt steht, also idealerweise sogar einen Zusatznutzen zum Kauf mitbringt. Mit jeder Draufgabe wird allerdings der Wert des gekauften Produktes kleiner dargestellt. Rabatte weiß jeder Kunde zu schätzen. Dennoch ist diese Maßnahme der Verkaufsförderung nicht ungefährlich: Dem Kunden wird durch die Rabatte vermittelt, dass er unter Druck steht, Geld zu sparen. Eine bereits vorhandene Konsumskepsis wird so nur befördert. Einmalige Sonderaktionen sind gute Instrumente zur Gewinnung von Neukunden. Besonders bei der Eröffnung neuer Läden locken Aktionen die Kunden von der Straße.

Wer wirklich Aufsehen erregen will, muss sich etwas Besonderes einfallen lassen. Eine gute Methode, Menschen anzulocken, sind Aktionen rund um das Thema Foto. Diese reichen von Fotokabinen, in denen Valentinsgrüße für den Liebsten aufgenommen werden bis hin zu Katalogshootings, bei denen der Kunde ein Exemplar des aktuellen Katalogs mit dem eigenen Konterfei einige Tage nach der Aktion abholen darf. Hier liegt der Clou solcher Aktionen. Wer aufgefordert wird, wiederzukommen, um den Nutzen der Aktion mitzunehmen, begibt sich schon mindestens zwei Mal in das beworbene Geschäft. Auch Scan and Win Aktionen werden immer beliebter. Kunden erhalten ein Los mit Strichcode, mit dem sie an eigens aufgebauten Scannern ihren Gewinn ermitteln können.

Da auch die Mitbewerber jede Chance für eigene Werbung nutzen, gilt es, originelle Sonderaktionen in einen Marketingplan einzuarbeiten, der dem ganzen Thema einen Gesamtkontext verleiht. Wer mit kreativer Verkaufsförderung bei Kunden und Personal für eine gute Stimmung sorgt, hat schon halb gewonnen. Die enger geschnallten Gürtel lösen sich dann wie von alleine und lassen Raum für sorglosen Konsum.

Blankoetiketten – für Kreative

Wer auch in der großen Auswahl der Etiketten nicht fündig wird, beziehungsweise die Freiheit eines individuellen Siegels genießen will, greift zu leeren und unbedruckten Etiketten, den sogenannten Blankoetiketten.

Blankoetiketten zum individuellen Beschriften

Der Grundgedanke der Blankoetiketten dürfte kein neuer sein. Genutzt zur Kennzeichnung von allen erdenkbaren Waren, Gegenständen und Produkten, eignet sich seit Jahrhunderten ein leeres Blatt Papier am besten. Mit Kleber versehen und zurechtgeschnitten und schon ist ein Blankoetikett entstanden. Das wichtigste fehlt jetzt natürlich noch, die Beschriftung. Dass die Anwendungsmöglichkeiten für die unbeschriebenen Aufkleber endlos sind, dürfte klar sein. Doch in welchem Zweig werden die Blankoetikette häufig benutzt und wofür eignen sie sich besonders?
So wie vielleicht im Elternhaus mithilfe dieser ursprünglich leeren Siegel markiert wurde, wie schnell man wächst, wann neuer Kaffee gekauft werden muss oder welches Heft für welches Schulfach verwendet werden soll, so ähnliche Anwendungsbereiche finden Blankoetiketten auch in der Industrie. Dank der extrem einfachen Handhabung, sowie den unbegrenzten Nutzungsmöglichkeiten, erfreuen sich die meist schlicht weiß gehaltenen Kennzeichnungen größter Beliebtheit. In Warenlagern zum Beispiel werden diese Siegel im Logistik-Bereich benutzt, um Verpackungen oder Füllstände zu markieren.
Wer schon einmal ein Paket bekommen hat, wird mit einem ehemaligen Blankoetikett konfrontiert worden sein. Auf diesem, nun natürlich bedrucktem Siegel, steht der Name von Versender und Empfänger, die jeweiligen Adressen und ein Code zum Zurückverfolgen oder zur Einordnung der Sendung. Genau so funktioniert es auch in der Industrie. Bei der Einlagerung von großen Mengen an Waren müssen diese im Lagerhaus eingeordnet werden. Dabei wird jede Sendung mit einem Code gekennzeichnet, der von Maschinen ausgelesen wird. Je nach den gegebenen Informationen wird gehandelt und das Paket in dem Lagerhaus, meist vollautomatisiert, eingeordnet.

Designen von einzigartigen Aufklebern

Wer sich nun wundert, dass diese Art von Etikettierung nichts mehr mit dem ursprünglichen Blankoetikett zu tun hat, hat einerseits Recht. Natürlich sind diese Etikette nicht mehr unbedruckt, denn was will man mit einem leeren Stück Papier anfangen? Doch die Bezeichnung des Blankoetiketts bedeutet vielmehr die Freiheit, mit diesem unbeschriebenen Aufkleber zu tun, was man will. Es gibt einige Programme zum Designen von Etiketten für den eigenen Bedarf, wie sie beispielsweise die Post verwenden wird. Auch Firmen und Fabriken nutzen im großen Stil Blankoetikette und bedrucken sie mit den benötigten Informationen.
Der Bedarf an Blankoetiketten wird zuhause sicherlich nicht so groß wie in der Industrie sein, doch mit einem Kauf der leeren Siegel kann man generell nichts falsch machen. Sie finden von der Küche als Markierung für die Vollständigkeit der Speisekammer bis hin ins Schlafzimmer zur Kennzeichnung der Aktenordner Verwendung.

Etiketten-Glossar

 

Abriebfestigkeit
Kennzeichnet den mechanischen Widerstand einer Etikettenoberfläche, abhängig von seiner Beschaffenheit, der Art der Reibfläche, dem Scheuerdruck und der Einwirkzeit.
Abrufauftrag
Ein Auftrag über eine grössere Menge Etiketten, der über einen zu vereinbarenden Zeitraum in mehreren Teillieferungen erfolgt. Der Käufer erhält neben dem Preisvorteil für eine grosse Bestellmenge den Vorteil der geteilten Berechnung.
Cello
Bezeichnung für leicht ablösbares, nicht permanent haftendes Selbstklebematerial, das keine Rückstände hinterlässt.
CMYK
Cyan, Magenta, Yellow, Black bzw. Key (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz bzw. Schlüssel). Das Druckbild wird durch das übereinander bzw. nebeneinander legen der eingefärbten Rasterpunkte erzeugt. (Mischung der 4 Farben)
Computer-To-Plate (CTP)
Daten werden direkt, ohne die Zwischenstufe Film, auf die Druckplatte belichtet. CTP wird auch für Computer to Press verwendet.
Digitaldruck
Ohne Einricht- und Rüstzeit an den Druckmaschinen kann gedruckt werden. Dies geschieht ohne den Zwischenweg über Film und Druckplatte. Vom Computer aus werden die digitalen Daten auf die Druckmaschine geschickt.
Druckmaschine
Wird zur Herstellung von Selbstklebeetiketten eingesetzt. Besteht immer aus einer Abrollung, einem Veredelungsteil und einer Aufrollung.
Euroskala
Genormte CMYK-Farbskala für den 4-Farben-Druck.
Filme
Werden zur Informationsübertragung auf die Druckform verwendet. Je nach Druckverfahren muss die Belichtung anders erfolgen, man unterscheidet seitenrichtig/seitenverkehrt und positiv/negativ.
Gestrichene Papiere oder Kartons
Um eine bessere Oberflächeneigenschaft zu erreichen, wird Papieren eine Streichmasse aus Pigmenten und Bindemitteln aufgetragen.
Gitter / Gitterabzug
Nicht benutztes Obermaterial einer Selbstklebekonstruktion, welche die ausgestanzte Etikette umgeben. Das Gitter wird nach dem Druck und Ausstanzen der Etikette meist entfernt, um ein automatisches Spenden zu ermöglichen.
GMP-Richtlinien
Good Manufacturing Practises: Grundregeln über Herstellung und Qualitätskontrolle. Hat den Ursprung in der Pharmaindustrie.
Grip
Bezeichnung für stark, permanent haftendes Selbstklebematerial.
Heissprägung
Veredelungsmöglichkeit durch das Aufbringen von metallisierten Folien.
Hexachrome
Erweiterung des 4-Farb-Satzes um 2 weitere Farben. Dadurch wird das Darstellen eines erweiterten Farbraumes ermöglicht.
HKS
Schmuckfarbensystem.
Hybriddruck
Kombination von zwei oder mehreren Druckverfahren im gleichen Arbeitsdurchgang.
Inserts
Anderer Begriff für Beilagen, Beihefter.
Klischee
Druckplatte für Hochdruck. Früher aus Metall, heute aus Kunststoff gefertigt.
Konfektionieren
Alle Arbeiten, die nach dem Druckvorgang notwendig sind, damit die Etiketten versandfertig werden.
Laminieren
Beim Laminieren werden die Etiketten mit einer transparenten Kunststofffolie überzogen.
Mattgestrichene Papiere
Gestrichene Papiere, die nur sehr gering oder gar nicht satiniert werden.
Metallex
Registrierte Marke von Sancoa für ein eigens entwickeltes Druckverfahren, das innovative Metalleffekte für anspruchsvolle Dekoration von hochwertigen Produkten mit Selbstklebeetiketten ermöglicht.
No-label-look
Etikettierung von Verpackungsbehältern mit möglichst transparenten Materialien, durch die der Eindruck eines Direktdrucks erweckt wird.
Opazität
Lichtundurchlässigkeit eines Materials.
PAGO 3D Design
Durch Kombination innen bedruckter Rückseitenetiketten mit dem No-Label-Look für die Frontetikette wird ein dreidimensionaler Effekt erzielt.
PAGOinforoll
Wickeletikette, die fast unbeschränkt Informationsflächen bei runden Produkten ermöglicht.
PAGOmat
Registrierte Marke der Pago AG für Etikettenspender.
PAGOmedia
Registrierte Marke der Pago AG für mehrseitige Etiketten für umfassende Produktinformationen und komplexe Promotionen.
PAGOpicture 3D
Selbstklebeetikette mit Tiefenwirkung.
PAGOpicture Move
Selbstklebeetikette mit Mini-Movie.
PAGOprint
Registrierte Marke der Pago AG für Elektronische Drucker zum Bedrucken von Etiketten.
PAGOtouch
Reliefetiketten – So lässt sich Design im wahrsten Sinne des Wortes begreifen.
PAGOwin
Registrierte Marke der Pago AG für Software und Module rund ums Etikettieren (siehe www.pagowin.ch).
Pantone
Allgemein verbindliches Kommunikationsmittel in der grafischen Branche bei Farben.
Passergenauigkeit
Bei mehrfarbigem Druck erforderlich, um eine entsprechende Farbmischung und einen einwandfreien Druck zu gewährleisten. Eine präzise Stanzung hängt ebenfalls von der Passergenauigkeit ab.
Primer
Beschichtung zur Verbesserung der Haftung von Klebstoff oder Druckfarbe auf Obermaterialen. Gleichzeitig wird die Kratzfestigkeit der Druckfarbe erhöht und eine Migration von Klebstoffbestandteilen in und durch das Obermaterial verringert.
Proof
Farbverbindliche Vorabausgabe der zu druckenden Etiketten; zur Kontrolle für den Kunden und die Druckvorstufe.
Rasterweite
Raster bestehen aus rechtwinklig laufenden Punktreihen, den Rasterlinien. Die Rasterweite gibt die Anzahl der Rasterlinien pro cm an.
Rasterwinkelung
Um eine störende Musterbildung zu vermeiden, sind bei Farbdrucken die Rasteranordnungen pro Druckfarbe anders zu winkeln.
Stanzung
Schneiden bzw. Stanzen von Etiketten mit einem Bandstahlschnitt oder einer Rotationsstanze.
Tack
Klebkraft, die eine Etikette aufweist, die ohne Anpressdruck auf eine Fläche aufgebracht wurde.
Trägermaterial
Mit Silikon beschichtetes Material. Es sorgt dafür, dass die Etiketten ebenso wie das Gitter leicht abgezogen werden können. Daneben schützt es den Klebstoff vor Einflüssen, die seine Wirksamkeit beeinträchtigen können.